Sun, 06.12.2026

Schattenformat | Mikropol

Präsentiert von Angst Booking

Schattenformat aka Elio ist Musiker, Geschichtenerzähler und eine der eigenständigsten neuen Stimmen der deutschen Indie-Szene. Was als kleines Projekt zwischen Musik und seriellen Kurzformaten begann, ist heute eine Bewegung: Seine Community, die sich selbst „Schattenkinder" getauft hat, findet in Elios Songs und Erzählungen nicht einfach nur Zeitvertreib, sondern echten Halt und Inspiration. Es ist ein Gefühl von Verstandenwerden: ein Mutmacher, den eigenen Weg zu gehen und Träume kompromisslos zu verfolgen. Genau diese Resonanz ist es, die Schattenformat antreibt.

„Für mich bedeutet Kunst nicht, noch mehr belanglose Ablenkung in eine ohnehin überreizte Welt zu bringen, sondern Momente zu schaffen, die Menschen wirklich bewegen. Ich bin mir bewusst, dass auch ich Teil eines Systems bin, das von Aufmerksamkeit lebt – gerade deshalb will ich diese Aufmerksamkeit sinnvoll nutzen und die Zeit meiner Community nicht verschwenden", erklärt Elio, der in seiner Freizeit Literatur von jeglichen Philosophen verschlingt.

Nachdem Schattenformat aktuell als Support auf der JBS-Tour quer durch Deutschland zu erleben ist, folgt nun der nächste Schritt: Im Dezember 2026 stehen die ersten eigenen Solo-Konzerte an – am 04.12.2026 in Köln und am 06.12.2026 in Berlin. Zwei Abende, die kein klassisches Konzert werden sollen, sondern eine direkte Begegnung zwischen Elio, seiner Musik und den Schattenkindern.

Mikropol
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Thu, 10.12.2026

Fliegende Haie | Kulturhaus Insel

Präsentiert von Echolot Booking & Rausgegangen

Kuck dir die Welt doch an: Alle gehn dumm. Smartphone-Zombies, emotionaler Leerstand, machtbesessene Despoten. Zeit für einen Reset – Fliegende Haie finden: Wenn schon dumm gehen, dann richtig! Ausrasten, durchtanzen und schweißnass Hymnen hinausschreien für eine bessere Welt.

Unterdrückung von Frauen, mentale Gesundheit, sexuelle Unfreiheit – Haie reißen Wunden auf, denn wir haben keinen Bock, dass morgen noch alles so ist wie heute. Also Blutrausch an und die Issues zermahlen im Revolvergebiss. Dazu Bässe, die Beine wegreißen wie der Weiße Hai.

Der Haie-Hyperpop ist seit der letzten Tour 2025 düsterer geworden, doch live energiegeladen wie eh und je: Instant wirst du hineingesogen in eine Artshow, die das Salzwasser aus deinen Poren drückt, bis sie dich als neuer Mensch wieder ausgespuckt. Durchgeschüttelt, wachgerüttelt, aber glücklich. Nur was blutet, kann auch hailen.

Kulturhaus Insel
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Sat, 12.12.2026

Montreal | Festsaal Kreuzberg

Präsentiert von zuendstoff live & StarFM

Was MONTREAL hier auf dem aktuellen Album „Am Achteck nichts Neues“ singen, beschreibt die Band ganz gut: Bloß die eigene Nase nicht allzu ernst nehmen, Ball lieber mal etwas flacher halten. MONTREAL ist jetzt schon im 23. Jahr: Yonas, Hirsch und Max Power sind alte Schulfreunde, haben bereits als Teenager ihre erste Band gegründet und an dieser Formation hat sich bis heute nichts geändert. Inzwischen hat das Trio acht Studioalben und über 950 Konzerte in 19 Ländern auf dem Buckel, betreibt mit AMIGO RECORDS seit 2012 sein eigenes Label und hat mit dem neuesten Album „Am Achteck nichts Neues“ sein erstes Top10 Album und das erfolgreichste der Bandgeschichte rausgebracht.

Was schön ist: auch nach 20-jährigem Bandbestehen kann sich MONTREAL noch immer über ein stetig wachsendes Publikum freuen - nicht wenige führen das auf ihren Mix aus Fleiß und Humor zurück. Selbst während der Corona-Pandemie haben Montreal viele Konzerte gespielt – im Stream oder auch vor Autos und Liegestühlen - und das immer mit der gleichen Intensität wie bei großen Festivals oder in ausverkauften Clubs.

Vielleicht liegt darin das Rezept der Band: all jene, die zum Konzert kommen, maximal ernstnehmen und alle, die das durch ihre Arbeit ermöglicht haben auch - aber sich selbst nicht allzu dolle. “Wie lang soll das denn noch so weitergehen?”, wird in “Primadonna & Primat” in den Raum geworfen - Gute Frage – und lässt sich auf die Schnelle nur für die nahe Zukunft beantworten: den Sommer 2026 geht die Band bewußt ruhiger an und spielt nur ein paar handverlesene Festivals, DENN... es wurde immer fleißig mitgezählt und im Dezember steht das 1000. Konzert der Band an, was mit ein paar Countdown Konzerten durch die Lieblingsclub in den zwei „Heimaten“ Berlin und Hamburg gebührend zelebriert wird:

Konzert 997: 12.12.26 Berlin, Festsaal
Konzert 998: 17.12.26 Hamburg, Knust
Konzert 999: 18.12.26 Hamburg, Markthalle
Konzert 1000: 19.12.26 Hamburg, Markthalle

Festsaal Kreuzberg
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Sat, 16.01.2027

Yu | Täubchenthal Leipzig

Präsentiert von zuendstoff booking

Yu - "Weirdos Welcome" Tour 2027

Täubchenthal Leipzig
Einlass: 18:00
Beginn: 19:00
Fri, 22.01.2027

DRAMATIST | Neue Zukunft

Präsentiert von VISIONS & Amadis

Es gibt Debüts, die sich vorsichtig vortasten. Und es gibt „Wasting Words“. Ein Album, das nicht fragte, ob es da sein darf, sondern am 23.01.2026 mit voller Wucht in den Raum trat. Bereits 2025 betraten DRAMATIST die Wasteland Stage des Wacken Open Air ohne eine einzige veröffentlichte Note – und spielten, als hätten sie seit Jahrzehnten ein Anrecht auf diesen Boden. Kein Mythos, kein Marketing: Sie haben das Ding abgerissen.

Mit Produzenten Gregor Hennig und Kurt Ebelhäuser an den Reglern entstand ein Erstling, der sich nicht wie ein Anfang anfühlt, sondern wie ein Manifest. Ein Postcore-Statement, roh und unversöhnlich, getragen von drei Gitarren, die eher schneiden als begleiten, und Texten, die sich weigern, sich hinter Metaphern zu verstecken. „Wasting Words“ ist ein Album, das nicht gefallen will – und gerade deshalb trifft.

Schon der Opener „Black Hole“ zieht den Hörer in ein eigenes Gravitationsfeld: Nächte als Zufluchtsorte, Wut als Werkzeug, Kompromisslosigkeit als Ethos. „Disappointed“ ringt mit dem Altern, mit Erwartungen, die sich in Luft auflösen. „The League“ schlägt als wütender, feministischer Vorschlaghammer ein – inspiriert von Stimmen der iranischen Diaspora, die sich weigern, still zu bleiben. „Glasgow Nights“ blickt der Welt ins hässliche Gesicht und findet darin dennoch einen Funken Romantik.
Acht Songs, kein Gramm Fett. „Unknown Hero“ ist der einzige Moment, in dem DRAMATIST kurz durchatmen – ein Refrain wie ein kollektiver Zug an der Zigarette, bevor „Loathing“ wieder Türen eintritt. Der Abschluss „Go“ brennt sich über sechseinhalb Minuten in die Stille hinein, ein bittersüßer Abgesang, der lange nachhallt.

Sänger Marco Van Gete beschreibt Wasting Words als das erste Album seiner 30-jährigen Musikerlaufbahn, hinter dem er „100% stehen kann“. Keine kryptischen Fluchten, keine ironischen Schleier. Die Texte sind Ventile: für Angst, für Wut, für politische Müdigkeit und persönliche Brüche. „Ich singe darüber – es ist ja nicht so, als könnte ich rausgehen und sie alle umlegen“, sagt er. Ein Satz, halb Scherz, halb Wahrheit über die kathartische Gewalt dieser Musik.
Musikalisch ist „Wasting Words“ ein unberechenbares Gitarrenalbum, gespeist aus ungewöhnlichen Tunings, offene Stimmungen, Reibung als Prinzip. Produzent Ebelhäuser verzweifelte gelegentlich daran, doch genau diese Reibung macht den Sound aus: ein Live-Gefühl, das jederzeit auseinanderbrechen könnte und gerade deshalb so lebendig wirkt. Das Fundament legte Moritz’ Drumming, aufgenommen im Studio Nord mit Gregor Hennig, wo der rohe Puls des Albums entstand.
Die Band selbst ist ein Neustart. Nach Jahren in der Vorgängerband Stun, nach kreativer Stagnation und Nebenprojekten, formierte sich DRAMATIST als zweite Geburt. Plötzlich interessierten sich Labels, plötzlich öffneten sich Bühnen. „Gerade fühlt sich alles genau richtig an“, sagt die Band – und man glaubt es ihnen sofort.

Das Artwork von Wayne Horse Willehead Eilers übersetzt diese Haltung in Bilder: keine Schönheit, kein Trost, sondern ein Spiegel der inneren und gesellschaftlichen Hässlichkeit. Ein Kommentar, kein Heilsversprechen. Ein visuelles Echo der Themen, die DRAMATIST musikalisch sezieren.

Neue Zukunft
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Fri, 22.01.2027

VON GRAMBUSCH | Kulturhaus Insel

Präsentiert von Homebound Music

2027 bringen VON GRAMBUSCH ihre Energie endlich wieder auf die Straße – und zwar dahin, wo sie hingehört: direkt vor euch. Die „Ewig und drei Tage - Tour“ führt die Band quer durch Deutschland und verspricht genau das, was man von ihnen kennt: ehrliche Momente, laute Nächte und dieses besondere Gefühl, gemeinsam für ein paar Stunden alles andere zu vergessen. Mit dabei sind Stopps in: Osnabrück, Köln, Hamburg, Hannover, Berlin, Oberhausen und Bremen. Sie kommen nicht leise. Sie kommen nicht vorsichtig. Sie kommen, um mit euch zu singen, zu schwitzen und euch daran zu erinnern, dass es trotz allem immer weitergeht. VON GRAMBUSCH live 2027 – wir sehen uns.

Kulturhaus Insel
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Sat, 06.02.2027

Yu | Astra

Präsentiert von zuendstoff booking

Yu - "Weirdos Welcome" Tour 2027

Astra
Einlass: 18:00
Beginn: 19:00
Sat, 13.02.2027

Gringo Mayer und die Kegelband | Lido

Präsentiert von zuendstoff booking & Diffus Magazin

Simma widda gut? Ne? Aber spätestens Anfang 2027, oder? Weil da heißt's endlich wieder: Laav is everywhere - Gringo Mayer und die Kegelband gehen auf große Tour! Aus der hässlichsten Stadt Deutschlands - ja, Ludwigshafen - und mit einem ordentlichen blauen Fleck auf der Stimme bricht Gringo gemeinsam mit seiner formidablen Kegelband auf und macht im Februar und März 2027 Halt in elf Städten in ganz Deutschland.

Als fleißiger Arbeiter, tollkühner Cowboy und liebenswürdiger Casanova (so die Presse) ist er nicht nur verwöhnt mit ausverkauften Konzerten, Charterfolgen und Lobeshymnen in Funk und Fernsehen. Er und seine Mannen wissen auch, was es braucht, um die Wintergeister zu vertreiben. Ein ordentliches Indie-Pop-Feuerwerk aus kleinen Geschichten und großen Gesten, irgendwo zwischen Showstar und Tragikkomödie. Konzerte für alle und jede und jeden. Ob für treue Fans der Kulthits, Neu-Gringorianer der aktuellen Peng-Peng-EP oder verirrte Schaulustige - Gringo ist für alle da.

Lido
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Sat, 13.03.2027

Paul Sies | Lido

Präsentiert von OWTF Entertainment, Rausgegangen & Kulturnews

Die Sache ist die: Paul Sies langweilt sich schrecklich schnell. In einer Welt voll unheilvoller Nachrichten, ist das ausnahmsweise mal eine gute. Denn wenn Paul Sies das nicht täte, würden wir nicht Anfang nächsten Jahres sein herrlich eklektisches neues Album „Ficken und Heulen“ erhalten, das er, während wir hier plaudern, gerade fertigstellt.

Es ist ja so: Paul Sies ist ein geborener Showman, aber eben auch ein Geschichtenerzähler, einer, der auf Obstkisten und Bühnen steht, der singt, schreit, Blumen wirft und ein Taschentuch braucht, dessen Stimme sagt: Das mein ich wirklich so, und das will ich wirklich so, hier die Drogen-Erinnerung, da das Liebeslied, gleich die politische Mahnung, und dann auf einmal ganz anders, doch los, komm mit, beeil dich, ich bin schon hier drüben.

Was ebenso auffällt: Paul schreibt Songs, die große, runde Melodien liefern, die aber in eckigen Kartons die Treppe runterpoltern und dabei einen ganz wunderbaren Klang verbreiten, Krach machen und sich im Fallen öffnen.

Und natürlich: Endlose Vergleiche könnte man ziehen, hier Hip-Hop, der in die 20er-Jahre zweier Jahrhunderte passt, da ein klassisches Liedermacher-Lied, aus dem plötzlich ein 70er-Rock-Biest und schließlich ein flirrender Technobeat wird. Weil: Wieso nicht? Nick Cave trägt den Anzug von Tom Waits auf dem Dancefloor um die Ecke auf. Erhaben und gleichzeitig dreckig. Dresden Dolls, Trent Reznor, Nina Hagen, Scissor Sisters.

Klingt trotzdem alles nach 2026, nicht ganz unwichtig.

Tagebuch, Brief, Anklage, Beichte, Bitte, Theaterstück, Empörung, Film-Szene, echte Szene. Und alles mit einer Stimme, der man zuhören will, egal, was sie sagt und singt. Gott sei Dank ist es aber gar nicht egal, was sie sagt und singt. Also los, Paul, bitte nochmal!

Ficken und heulen. Zu Paul Sies‘ Musik kann man beides.
Denn.
Der König des Dark Cabaret ist zurück.
Im Februar 2027– womöglich im Glitzer-Jumpsuit – auf Tour, und zwar genau hier…

Lido
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00